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LESERBRIEF ZU VERSCHIEDENEN POLITISCHEN THEMEN
"Das beschützte Leben unserer Kinder ist uns nicht mehr viel wert"
Wir Eltern betteln unsere Mitbürger um Spenden an - und den eigenen Geldbeutel. Für die Sterbe-"Hilfe" armer Kinder in einer reichen Gesellschaft. Das beschützte Leben unserer Kinder indes ist uns nicht mehr viel wert.
 
So genannte "Neue Krankheiten" (bisher äußerst seltene Krebsarten und schwer nachvollziehbare Lähmungserscheinungen) sind auf dem Vormarsch. Schulmedizin und "Gesundheits"-Ämter in den Landratsämtern schweigen, weil sie den großen Profiteuren der "Modernen Zeiten" nicht ins Handwerk pfuschen dürfen. Legen den kleinen Patienten die Hand auf. Aus-therapiert. Tut uns leid. Das wars dann.
 

Selbstverständlich: Niemand betreibt aktive Sterbehilfe. Also lassen wir unsere Grundschüler ein paar gesponserte Runden drehen für ihre todkranken Klassenkameraden im Kinderhospiz. Zwar dreht sich alles nur noch ums Geld. Doch für eine ausreichende Finanzierung der Hospize reicht es nicht. Schließlich "dürfen" wir jetzt noch mehr Kampftruppen in verlorene und verlogene Kriege schicken. Damit endlich auch deutsche Soldatenfamilien die trostlosen Erfahrungen der USA mit ihren traumatisierten Kriegsveteranen machen können. Damit nicht nur unsere Kinder leiden - deren Kopf wir gerade für einen Freilandversuch in Sachen Mobilfunk-Bestrahlung hinhalten.
 
Selbstverständlich: Auch unsere Erstklässlerin, eine kleine ehrgeizige Läuferin, läuft mit im Projekt "Kinder laufen für Kinder". Solange sie es noch kann. Und der Schirmherr, unser Landrat, spannt sicher schützend den Schirm auf in die Richtung der auch von ihm so einfach hingenommenen Sendemasten. Wenigstens über die Zeitspanne der Schul-Veranstaltung.
 
Dass wir Eltern neuerdings auch noch für die ordentliche Beschulung unserer Kinder extra bezahlen sollen, ist schlichtweg toll. Nie waren Steuer- und sonstige Belastung für Familien höher als heute. Wenn der weltfremde Kultusminister glaubt, der leidlich passable Bildungsstand der Schüler im Süden der Republik sei das Verdienst seines (!) Schulsystems, sollten wir Eltern ihm endlich mal die Rechnung für unsere unbezahlte Stützlehrer-Funktion aufmachen! Da sind wir aber schwer auf Diät - mit dem treudoofen light-kalorienarmen Blick auf fette Gehälter und Staatspensionen. Armes reiches Deutschland.
 
ROLAND HAMPP, GAILDORF
 




Erscheinungsdatum: Donnerstag 10.07.2008

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