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04.11.2007 
Zielgruppe kleine und mittelständische Unternehmen

1&1 greift Blackberry an

von Axel Postinett

Neue Bewegung im boomenden Segment der mobilen E-Mails. Der Internetprovider 1&1 wird Ende November einen eigenen professionellen Push-E-Mailservice nach dem Vorbild des erfolgreichen Blackberry-Dienstes von Rim starten. Zudem wird 1&1 mit einem Flatrate-Tarif in den Mobilfunkmarkt einsteigen. Anfang 2008 soll der E-Mail-Dienst dann sogar in der Höhle des Blackberry, den USA, eingeführt werden.

Lupe

DÜSSELDORF. Für zusammen rund 15 Euro monatlich will die Tochter von United Internet aus Montabaur nach Informationen des Handelsblatts ein E-Mailkonto mit der Online-Groupware MailXchange, die Echtzeitsynchronisation mit Microsoft Outlook einschließlich Terminen, Aufgaben und Kontakten und eine Datenflatrate anbieten. Derzeit hat das Unternehmen, das mit der Vermarktung von DSL-Anschlüssen und E-Mail („Web.de“) groß geworden ist, einen wenig erfolgreichen Push-E-Maildienst namens „Pocket Web“ im Programm. Bei diesem „Volksberry“ fehlt jegliche Outlook-Anbindung und der Käufer kann nicht sein eigenes Telefon verwenden, sondern muss ein spezielles Endgerät von 1&1 und einen Web-Maildienst aus dem United Internet-Verbund nutzen.

Das wird jetzt anders. Allerdings wird beim neuen 1&1-Mobilfunktarif das surfen im Internet auf die langsamen Verbindungen GPRS oder Edge beschränkt sein, so wie beim kommenden iPhone der Telekom. Das schnelle UMTS wollte der deutsche 1&1-Netzpartner Vodafone offenbar für diesen Tarif nicht rausrücken. Auch die Nutzung mit einem Laptop wird angeblich unterbunden werden. Eine Minute Gespräch in andere Netze soll im Basispaket 29 Cents kosten.

Zum Start werden zwei subventionierte Smartphones von HTC (S710) und Motorola (Q9) angeboten werden, heißt es. Noch lässt sich der Push-Dienst nur mit Windows Mobile nutzen, so Unternehmenskreisen. An einer Symbian-Version (Nokia) werde noch mit Hochdruck gearbeitet.

Den Push-E-Maildienst alleine als Konkurrenz zu Blackberry oder dem weit verbreiteten Microsoft Exchange soll es auch ohne Mobilfunkvertrag geben zur Nutzung mit vorhandenen Mobilfunkverträgen, dann wohl auch mit UMTS.

1&1 ist allerdings bei weitem nicht der erste, der am Erfolg von Blackberry teilhaben will. Schwergewichte wie Nokia, Vodafone oder Motorola sind bereits tätig, Google oder Yahoo haben Angebote, die der Push-E-Mail sehr nahe kommen. Mobile E-Mail gilt als absolutes Wachstumssegment, Blackberry hat nach eigenen Angaben über elf Millionen mobile E-Mailkonten unter Vertrag und beherrscht damit rund 80 Prozent des Marktes. Die Technologieberater von IDC erwarten, dass bis 2011 alleine der Geschäftskunden-Markt für spezialisierte E-Mail-Telefone mit einer jährlichen Wachstumsrate von 54 Prozent auf dann 84 Mill. Stück anwachsen wird.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Ein Markt in dramatischem Wandel

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