Kultur statt Kameras

Tolle Aktion auf dem Hansaplatz: Kultur statt Kameras. Viele Hamburger kennen den schönen Platz mit dem Brunnen nur als heruntergekommenen Hangout für Radrennprofis Junkies, Alkies und Bordsteinschwalben. Damit nicht genug der Stigmatisierung. Die Hamburger Innenbehörde setzt noch einen oben drauf und stellt Überwachungskameras auf den Platz. Mehrere Hunderttausend Taler aus dem Stadtstaatsäckel kostet dieser kontraproduktive Unsinn.
Das man mit einem Sack voller Ideen den Platz wieder zum Leben erwecken könnte, zeigen die Anwohner des Hansaplatz im Rahmen ihrer Kultur statt Kameras Aktionen. Vergangenen Donnerstag spielten über 100 Anwohner und Freunde des Hansaplatz gemeinsam Kicker, Tischtennis, Boule und Torwandschießen rund um den, über 130 Jahre alten, Brunnen. In den kommenden Wochen ist u.a. gemeinsames Grillen, Floh- und Trödelmarkt und ein klassisches Klavierkonzert geplant.
Die geplante Videoüberwachung des Hansaplatzes ist dabei kontraproduktiv. Sie verstärkt die Stigmatisierung Sankt Georgs und bremst so den Aufschwung des Viertels! Die Kriminalität wird sich in Nebenstraßen verlagern. In die Hauseingänge der Menschen, die von Drogen und Prostitution genug haben und die dem Stadtteil sein früheres Gesicht zurückgeben möchten.
Was wir brauchen ist das Gegenteil von Überwachung – wir brauchen Leben auf dem Hansaplatz. Kaffee, Konzerte und Kinder statt Kameras! Wenn sich Sankt Georg weiter positiv entwickeln soll, dann hier und zwar jetzt. Deswegen startet in den kommenden Wochen eine Kampagne für eine neue Kultur auf dem Hansaplatz und gegen Videoüberwachung. Sie wird ausschließlich getragen von Anwohnern und unterstützt vom Bürgerverein Sankt Georg. Sie wird werben für mehr Leben auf dem Platz. Sie wird sichtbar sein im gesamten Viertel.
Wir brauchen Unterstützung! Egal wie: ob ideell, kulturell oder finanziell. Wir sehen uns im Viertel!
[Quelle: www.hansaplatz.de]
So ausgelassen und lebendig, wie am vergangenen Donnerstag, hab’ ich den Hansaplatz noch nie erlebt. Punks, Politiker, ältere Herrschaften, Migrantenkiddies, Studenten, Spielspaß gegen Überwachungswahn und Kultur statt Kameras.
P.S.: Nachts, auf dem Rückweg vom Hansaplatz, wurde mir auch klar, das die da oben uns schon lange beobachten und das die Hamburger Innenbehörde auf die Bedrohung aus dem All statt mit Überwachungskameras mit geheimen Strahlenwaffen reagiert. Meine Handykamera kann das bezeugen:

Kommentare
14 Kommentare zu “Kultur statt Kameras”
Na, dann mal los!
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So oder so ähnlich schrieb ich bereits:
- Lesen statt Kameras
- Lokalnachrichten #09
- Landespressekonferenz statt Kultur
- Bunt statt Kameras
- Würstchen statt Kameras
- Lokalnachrichten #27 artcamp08
- Lokalnachrichten #26 Graveyard Blue(s)
- Lokalnachrichten #25: Sei da oder sei quadratisch!
- Lokalnachrichten #24: Harley Days 08 Schnaps(glas)chüsse
- Lokalnachrichten #23: Zoom zoom roaaarrrrr....
- Lokalnachrichten #22 Gezwitscherte Sturmwarnung (Update)
- Lokalnachrichten #21
- Lokalnachrichten #20 - 12 Kreuze für die Urne + 2 Videos
- Hamburger Behörde 2.0
- Lokalnachrichten #19 - Vermischtes im Zeugenstand
- Lokalnachrichten #18 - Kultur statt Geld verbrennen
- Lokalnachrichten #16 - Hawaii is the new Herbst
- Lokalnachrichten #15
- Lokalnachrichten #13
- Lokalnachrichten #12 - Wo ich heute nicht bin...
- Lokalnachrichten #08
- Radio Barcamp
- Lokalnachrichten #05
- Lokalnachrichten #04
- Lokalnachrichten #03
- Lokalnachrichten #02
- So war's (Sei da oder sei kubisch)
- Fundstücke
- Kabelsalat
- Neunzehn Tage Streik?
- Partei 2.0
- Lokalnachrichten #17
- Pädagogischer Ausdruckstanz mit Elvis und Zahnbürste
- Lokalnachrichten #11
- Abmahnschaum
- Even Drachentöter get the Blues
- Es braut sich was zusammen
- Lokalnachrichten #01
- Support Your Local Blogosphere
- Hallo Nachbar

Klasse Sven, dass du da gleich reagiert hast! Was meinst du, oder wer immer dies liest: sollte man in unserem EB-Beitrag für Tide auch Befürworter der Videoüberwachung zu Wort kommen lassen? Den Hamburger Polzeisprecher werde ich auf jeden Fall dazu befragen, wenn er mich lässt. Bin gespannt, ob ich ein Interview bekomme. - Auch die Idee, Bloglesung statt Kameras finde ich prima. Müsste man mit Kristopher besprechen. Herzlich: Ulli
Ich hab’ Kristopher schon mal eine Mail geschickt. Und danke für die Fotos vom ersten Grillen statt Kameras auf dem Hansaplatz, die du mir zugeschickt hast. Ich verlink das mal auf deine Seite: Tolle Fotos statt Kameras.
…sind jetzt noch ein paar mehr. Gerade eben hochgeladen. Fotos für’s Web können wir ja auch aus dem gedrehten Material rausholen. Hab’s aber nicht hier. Nächste Woche dann.
Schicke Fotos! Wo kommen denn diese ganzen Leute her? Eingefolgene Berufsdemonstranten? Und wo sind die üblichen Verdächtigen? Ich habe nur zwei auf den Fotos erblickt.
Danke für Euer Engagement. Fotos sind klasse. Werde ich mal mit der HP verlinken lassen. Am 15.6. ist wieder Grillen auf dem Platz - weitersagen! Immer mehr Leute aus dem Qaurtier melden sich und bieten eigene Veranstaltungen an.
@Kristopher: Wow! Ich war gerade mal wieder auf hansaplatz.de. Da hat sich ja viel getan. Kompliment! Ich habe auch gleich mal den Newsletter abonniert. Bericht auf sankt-georg.info folgt…
@ Markus: Vielleicht kann man sich ja am 15.6. zum Grillen statt Kameras mal auf dem Hansaplatz verabreden? Würd mich freuen.
Ich habe es gerade mit dem nötigen Weckruf in meinem Kalender eingetragen…
Neue Fotos auf hansaplatz.de. Die neuen “Blätter in St. Georg” berichten mit drei Artikeln über “Kultur statt Kameras”. Blog ist verlinkt.
Heute (Do. 6.9.) abend, ab 20 h: Open-Air-Kino auf dem Hansaplatz. Es gibt zudem fast schon historische Fotos aus meinem Archiv zu sehen, etwa aus der Zeit, als der Hansaplatz noch Ausgangspunkt vieler Demos war. Wer das noch liest, und nichts weiter vor hat: es wird bestimmt wieder nett!
[Gelöscht, da sich der/die/das Kommentator/in schon in seinen letzten Kommentaren weder für ein Geschlecht, noch für einen Namen und erst recht nicht zu einer validen Mailadresse durchringen konnte.]
Lieber Horst-Eddy-Yvonne oder wie auch immer du heißt: dieses ist NICHT das Blog der Kultur Statt Kameras Organisatoren, sondern ein Blogbeitrag in meinem Blog. Und hier ist es üblich weder zu beleidigen, noch mit wechselnden Identitäten aufzutreten und zu guter letzt sind hier valide Mailadressen üblich. Lade deinen Müll bitte woanders ab. Dieses ist MEIN Wohnzimmer.
wir von der Interessengemeinschaft Steindamm e.V. haben für die Installierung gestimmt.
Die Aufklärung der jüngsten Brandserie in St. Georg und Billstedt war nur möglich, weil es Videoüberwachung gibt.
Ein schönes Beispiel für den Sinn der Kameras.
Unsere Revierwache hat auch den einen oder anderen Erfolg zu verzeichnen.
Bevor die Objekte abgebaut werden, sollte man noch einige Zeit vergehen lassen um zu prüfen, wie effektiv die ” Überwachung ” ist.
Viele Grüße vom Steindamm
Wolfgang Schüler
Videoüberwachung ist nicht effektiv. Mein Vorschlag: jedem Besitzer eines Lappens, Benzin und eines Feuerzeugs einen GPS-Chip einsetzen und direkt mit der Telekom verkabeln. Die funken dann direkt ins Büro von Schäuble.